| Bestandteile der Impfstoffe | Stand der Entwicklung | Vorteile | Nachteile | ||
| Impfstoffe, die HIV-Antikörper induzieren | |||||
![]() virale Oberflächenproteine, wie gp120 |
klinische Studien der Phase I und Phase II zur Überprüfung der gesundheitlichen Unbedenklichkeit | einfache und sichere Herstellung | induzierte Antikörper konnten keine frisch aus Patienten isolierten HIV-Stämme erkennen | ||
![]() komplette, aber abgetötete HIV-Partikel |
keine Studien am Mensch | sollten HIV-Oberflächenproteine in einer relativ natürlichen Konformation enthalten; einfach herzustellen | gewisses Risiko, daß die Präperation noch einzelne aktive Viren enthält; Partikel könnten bei der Inaktivierung ihre Oberflächenproteine verlieren und damit als Impfstoff unwirksam werden | ||
![]() Pseudovirionen (künstliche Viren) |
kurz vor Phase I | tragen HIV-Oberflächenproteine in einer relativ natürlichen Konformation | schwierig herzustellen; Langzeitstabilität schwer zu erzielen | ||
| Impfstoffe, die eine zelluläre Immunantwort auslösen | |||||
|
Phase I | Menge und Art der produzierten viralen Proteine lassen sich kontrollieren | schwierig herzustellen: vorhandene Impfstoffe erzeugen nur eine schwache Immunantwort | ||
![]() nackte DNA, die ein oder mehrere HIV-Gene trägt |
Phase I | einfach und billig herzustellen | gewisse Bedenken, daß eine Integration von HIV-Genen in menschliche Zellen schaden könnte | ||
![]() HIV-Peptide (Proteinbruchstücke) |
Phase I | einfach herzustellen | lösen keine starke Immunantwort aus | ||
| Impfstoffe, die Antikörper induzieren und eine zelluläre Antwort auslösen | |||||
|
Phase II | sollte gleichzeitig beide Arme des Immunsystems stimulieren | schwierig herzustellen | ||
![]() lebendes, aber abgeschwächtes HIV |
bisher ausschließlich an Affen untersucht | entspricht am ehesten dem natürlichen Erreger; könnte dessen Fähigkeiten zur Replikation in Zellen stören | abgeschwächte Viren könnten vielleicht doch die Krankheit auslösen | ||